Preiskompass 2016 – Ergebnisse der zweiten Preisbenchmark-Studie für Veranstaltungsstätten liegen vor

Preiskompass 2016

Ein Jahr war schnell vorüber. Und Dank einiger Beratungsprojekte verschob sich die Veröffentlichung des Preiskompasses leider in den Dezember. Sicherlich ein ungünstiger Veröffentlichungszeitpunkt. Aber nun ist er fertig, der zweite Preiskompass. Ein Preisbenchmarking über, von und vor allem für Veranstaltungsstätten.

Auch im Jahr 2016 hatten wir, mein Partner die Bevenue GmbH und ich, Veranstaltungsstätten zur Abgabe hypothetischer Angebote für Veranstaltungen gebeten. Dieses Mal fragten wir Räumlichkeiten, Flächen und Leistungen für eine Präsentation mit 300 Teilnehmern bis zu einer größeren Tagung mit 1.000 Teilnehmer an. Einmal mehr versuchten wir, die Anfragen so vereinfacht und vereinheitlicht wie möglich zu formulieren, so dass am Ende eine weitreichende Vergleichbarkeit entstehen konnte. Dieses Ziel haben wir recht gut hinbekommen. Die Reaktion in Quantität und Qualität war hoch und sehr gut, deutlich mehr als im Vorjahr, so dass die Aussagen an Signifikanz gewinnen. Ich freue mich sehr, dass neben der erneuten Teilnahme letztjähriger Locations auch neue und namhafte große deutsche Tagungs- und Kongresszentren teilnahmen. Das wertet die Ergebnisse auf, zeigt das Vertrauen in die Ergebnisse und motiviert weitere Betreiber, in den kommenden Jahren vielleicht auch mit zu machen. Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Worum geht es konkret?

Preise für die Anmietung von Veranstaltungsräumen und -flächen zusätzlicher Veranstaltungsdienstleistungen attraktiv anzubieten, ist für Betreiber von Tagungs- und Kongresszentren, Stadthallen und weiteren Veranstaltungshäuser mit tagungs-/ kongressrelevanten Raumangeboten eine komplexe Aufgabe und strategische Herausforderung. Es ist wichtig und nicht immer und überall leicht.

Es ist deshalb von großer strategischer Bedeutung, da Veranstaltungszentren bei der Akquisition von Veranstaltungen im intensiven Wettbewerb zueinander stehen. Denn für potenzielle Kunden spielt der Preis nach wie vor eine ganz wesentliche Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine Location. Außerdem gibt es in unserem Land einige Spielstätten, die derzeit saniert oder neu gebaut werden. Für den (erneuten) Betriebsstart die richtigen Preise zu finden, ist ein schieres Ding der Unmöglichkeit. Es ist geprägt von Trial & Error und Marktkenntnis.

Bei der Preisgestaltung ist für die Anbieter daher ein „Blick nach links und rechts“ in der Branche wichtig:

Wo steht die einzelne Location preislich im Vergleich zu relevanten Wettbewerbern bei bestimmten Veranstaltungsformaten?

Nach unserem Start mit dem Preiskompass 2015, der eine erstaunliche Branchenreaktion erfuhr, haben wir die Preisbenchmark-Studie „Preiskompass“ auch in 2016 initiiert und durchgeführt. Hierfür haben wir wieder Marketing-, Event- und Sales-Teams größerer und professionell strukturierter Stadthallen und Tagungs- und Kongresszentren zur Abgabe der Angebote angesprochen.

Die Ergebnisse der Auswertung zeigen Erstaunliches und doch zu Erwartendes:

Trotz  standardisierter Veranstaltungsanfragen variieren die unverhandelten Erstangebote in großen Bandbreiten. Auch bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Angebote mit Inklusiv- und Zusatzleistungen, bei der Handhabung mit Nutzungs- und Rüstzeiten sowie bei Personalzusatzleistungen sind zum Teil erhebliche Unterschiede festzustellen.

Alleine die Kenntnis dieses Umstandes würde ich als zentralen Mehrwert unserer Studie unterstreichen. So gesehen – gute Zeiten für Kunden, mit z.B. nur einer geplanten Veranstaltung in Deutschland. Die preisliche Spannweite ist von großem Vorteil. Locations müssen sich auf Preisverhandlungen einstellen. Es sei denn, ihr Standortvorteil kann eine vergleichsweise höhere Miete in der Einschätzung ihrer Kunden überkompensieren und rechtfertigen.

„Wie auch im vergangenen Jahr, beim ersten Preiskompass, so ist das Interesse und die Resonanz der kontaktierten wie auch dritter Häuser und Organisationen, die von dem Preiskompass 2015 und der erneuten Durchführung in 2016 erfahren haben, sehr positiv und vielschichtig “,

so Christopher Rörig, Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft BEVENUE.

Das Preisbenchmarking für gleiche Veranstaltungsformate, das in dieser Form nun zum zweiten Mal durchgeführt wurde, scheint, so merken wir, im Interesse nicht nur der teilnehmenden Häuser sondern vieler Akteure in der Branche zu sein. Die nächste, derartige Preiskompass-Studie wird auf den Ergebnissen der beiden Studien aus 2015 und 2016 aufsetzen und somit auch Entwicklungstendenzen aufzeigen.

Für Rückfragen und den Bezug einer Kopie der Studie „Preiskompass 2016“ kontaktieren Sie mich gerne per E-Mail.

Oliver Duderstädt

Projekte entwicklen und Beraten: Veranstaltungsstätten - Events - Veranstaltungsbetrieb — mit Leidenschaft seit 1998.